SEBASTIAN KRÄMER UND DAS METROPOLIS ORCHESTER BERLIN


PREMIERE

Im Glanz der Vergeblichkeit
Vergnügliche Elegien

Man weiß nicht, wer mehr zu bedauern ist, der Jammerlappen oder die, die er naß macht, schickt der Berliner Chansonnier Sebastian Krämer seinem neuen Programm voraus, das er im Heimathafen Neukölln mit dem zwanzigköpfigen Metropolis Orchester Berlin unter der Leitung von Burkhard Götze uraufführen wird. Während sich zeitgenössischer Deutschpop in der Exaltierung von Emotionen gefällt, verlegt Krämer sich aufs Gegenteil: beispielhafte Contenance als Umzäunung beispielloser Abgründe. Vergnügte Elegien (ein Genre, das zu diesem Zweck eigens erfunden werden mußte) führen den Beweis: Schlimmes kann durchaus bekömmlich sein – je nachdem, wie man es anrichtet.

Die Quellen, aus denen diese etwas anderen Stimmungslieder schöpfen, sind dunkel. Dramatis personae: eine Puppe im Garten, eine Skulptur von Barlach, die Kinder einer geläuterten Hexe im Linienbus, Mops und Bienenstich. Was sich in den Augen dieser Figuren spiegelt wie die Lichter vorbeihuschender Fahrzeuge bei Nacht, erreicht uns nur als dumpfe Ahnung. Mediale Katastrophen verstauben auf Wiedervorlage; Krämer macht sich seine Sorgen noch selber. Und wie sich das für Sorgen so gehört, ist er noch nicht mit ihnen fertig geworden. Unter der Oberfläche beschwingter Melodien und eleganter Erzählungen schwelen Unheil, Trauer, Verlorenes, Vergebliches.

Sebastian Krämer
erhielt in diesem Jahr den Deutschen Musikautorenpreis der GEMA. Kurt Krömer outete sich in seiner Laudatio als Fan: »keiner spickt seine Chansons so mit Morbidität, Charme und vor allem mit hinterfotzigem Humor Güteklasse A.« Außerdem verlieh man Krämer gerade den Deutsch-Französischen Chansonpreis, 2012 den Deutschen Kabarettpreis und 2009 den Deutschen Kleinkunstpreis für Chanson. »Der krasseste lebende Songwriter, den es gibt, und... ein Genie!«, rief Comedian Oliver Polak vor kurzem in seiner Talkshow auf Pro7 aus. In Kürze feiert Krämer sein 25jähriges Bühnenjubiläum.

Das Metropolis Orchester Berlin
wurde 2016 von Dirigent Burkhard Götze eigens zur Wiederaufführung des Stummfilmklassikers „Metropolis“ gegründet, der sein 90-jähriges Jubiläum feierte. Götze hatte die Idee, die Tradition des Kinoorchesters, in der Stummfilmzeit ein Muss für jedes große Lichtspielhaus, wiederaufleben zu lassen. Die Premiere im historischen Babylon-Kino in Berlin war umjubelt und erregte einiges Aufsehen. Nach der Zusammenarbeit mit Sebastian Krämer steht die DVD-Einspielung einer neuen Originalmusik von Richard Siedhoff für den neu restaurierten Murnau-Film "Der Gang in die Nacht" an. Weiterhin darf man sich auf die Live-Begleitung des experimentellen Dokumentarfilms „Berlin, die Sinfonie der Großstadt“ von Walter Ruttmann freuen.


 EINTRITT 

Vorverkauf: 18 €, ermäßigt: 12 € (zzgl. VVK-Gebühr)
Abendkasse: 22 €, ermäßigt: 17 €



 KARTEN 

Vorverkauf im Heimathafen Neukölln | Karl-Marx-Straße 141, Mo - Fr. 16:00 - 19:00 Uhr
Tel 030. 56 82 13 40
karten@heimathafen-neukoelln.de

Wir bitten darum, alle reservierten Karten bis spätestens eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn an der Abendkasse abzuholen.
Vorverkaufspreise gelten bis 1 Tag vor der Veranstaltung. Am selben Tag gilt der Abendkassen-Preis.

Konzertbüro Schoneberg
Waldstraße 14
D - 10551 Berlin
fon 030 2244599-0

>> www.schoneberg.de



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 TERMINE 

Freitag, 13.10.2017, 20:00 Uhr   




Ein Dankeschön

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