ULTRASCHALL BERLIN


Festival für neue Musik - von kulturradio vom rbb und Deutschlandfunk Kultur


Do 18.01.2018, 19 Uhr

>>Brigitta Muntendorf - Key of presence (2014/15) 15‘ - für zwei Klaviere, Live-Elektronik und Zuspielung
>>Brigitta Muntendorf- Key of absence (2017) 15‘ - für zwei Klaviere und Live-Elektronik - Auftragswerk von BASF und rbb
>>Bernd Alois Zimmermann - Perspektiven – Musik zu einem imaginären Ballett (1955/56) 15‘ - für zwei Klaviere
>> Piotr Peszat - The Message (2016) 10‘ - für zwei Klaviere, Sampler, Audio-Playback und Video- Deutsche Erstaufführung
>> Bernd Alois Zimmermann - Monologe (1960-1964) 17‘ - für zwei Klaviere
>> Grau Schumacher Piano Duo: Andreas Grau, Klavier - Götz Schumacher, Klavier


Grau Schumacher

Zwei Werke hat Bernd Alois Zimmermann, dessen Geburtstag sich in diesem Jahr zum 100. Mal jährt, für zwei Klaviere geschrieben. In den „Perspektiven“, einer „Musik zu einem imaginären Ballett“, setzt sich Zimmermann mit der strukturellen Strenge Anton Weberns auseinander und überführt sie in klangliche Bereiche. Die „Monologe“ fallen in die späte, pluralistische Phase Zimmermanns und sind „Zwiegespräche über Zeiten und Räume hinweg“, die aber in ihren „tausendfachen Kommunikationen Monologe bleiben“. „Key of presence“ von Brigitta Muntendorf thematisiert „das Gegenwärtige in Gestalt der Vergänglichkeit“. Die beiden Pianisten „triggern Resonanzen und bilden zusammen mit der Zuspielung und der Live-Elektronik verschiedene Hallräume, Nähe und Distanz zum Geschehen ab. Als Live-Player wirken sie dem Verschwinden mit all ihren Möglichkeiten entgegen und gleichzeitig sind sie das Verschwinden selbst.“ „Key of presence“ ist der erste Teil einer geplanten Trilogie, deren zweiter Teil „Key of absence“ erstmals in Berlin zu hören sein wird, geschrieben für das GrauSchumacher Piano Duo, ebenso wie „The Message“ von Piotr Peszat.

Do 18.01.2018, 21.30 Uhr

>>Philipp Maintz - Zornerfüllte Nächte (2017)* 10‘ - für Ensemble - Uraufführung
>> Gordon Kampe - Knapp (2016/17) 10‘ - für Ensemble und Zuspiel - Uraufführung
>> Birke Bertelsmeier - Al di là (2017)* 10‘ - für Ensemble und Live-Elektronik - Uraufführung
>> Yair Klartag - Goo-prone (2017) 10‘ - für Ensemble - Uraufführung - in Kooperation mit dem Berliner Künstlerprogramm des DAAD
>> Johannes Kreidler - Film 2 (2017)* 10‘ - für Ensemble und Video - Uraufführung
>> Vassos Nicolaou - Chambers (2017)* 10‘ - für Ensemble und Live-Elektronik - Uraufführung
*Auftragswerk des Ensemble LUX:NM, finanziert durch die Ernst von Siemens Musikstiftung.


LUX

LUX:NM
Ruth Velten, Saxophone
Florian Juncker, Posaune
Silke Lange, Akkordeon
Małgorzata Walentynowicz, Klavier
Andreas Voss, Violoncello
Lucy Railton, Violoncello
Martin Offik, Klangregie

Ingólfur Vilhjálmsson, Bass-/Kontrabassklarinette
Zu den erfolgreichsten jüngeren Ensembles der zeitgenössischen Musik gehört das 2010 gegründete LUX:NM contemporary music ensemble berlin. Die sechs Musikerinnen und Musiker der Stammbesetzung verstehen sich als undirigiertes Ensemble auch als Initiatoren für neue Musik und präsentieren diesen Ansatz bei ihrem Ultraschall Berlin-Debüt mit sechs Uraufführungen von Werken vorwiegend jüngerer Komponisten, die aber längst – wie das Ensemble selbst – zu festen Größen der Neue Musik-Szene geworden sind.

Fr 19.01.2018, 17 Uhr

>> Ching-Yu Hsiau - Three Sketches (2017) 10‘ - für Klarinette/Bassklarinette und Klavier - Deutsche Erstaufführung
>> Xilin Wang - Quartett für Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier, op. 41 (2002) 15’ - Yair Klartag - A melancholy of mine own (2012) 7’ - für Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier
>> Nina Janßen-Deinzer, Klarinette/Bassklarinette - Sarah Saviet, Violine - Lucas Fels, Violoncello - Nicolas Hodges, Klavier
>> Toshio Hosokawa - Stunden-Blumen. Hommage à Olivier Messiaen (2008) 13‘ - für Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier
>> Eun-Hwa Cho - Nam-Hae (2017) 10‘ - für Klarinette/Bassklarinette und Klavier - Deutsche Erstaufführung
>> Jia Guoping - Quartett für Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier (2017) 10’ - Uraufführung
Auftragswerk von Nina Janßen-Deinzer und dem rbb



Janßen

Im ersten Konzert eines Klarinetten-Doubles präsentiert Nina Janßen-Deinzer, Mitglied im Ensemble Modern, zusammen mit Lucas Fels, Nicolas Hodges und Sarah Saviet Kammermusik von Komponistinnen und Komponisten des ostasiatischen Raums aus China, Japan, Südkorea und Taiwan. Darunter sind Musik von Xilin Wang, der heute zu den wichtigsten Komponisten Chinas zählt, in seinem Land aber auch unter Verfolgung, Gefängnis und Verbannung zu leiden hatte, oder die Südkoreanerin Eun-Hwa Cho, die ihr Studium in Seoul begann und in Berlin fortsetzte und inzwischen Professorin für Komposition an der Hochschule für Musik Hanns Eisler ist, während Jia Gouping, Schüler Helmut Lachenmanns, als Professor am Zentralen Musikkonservatorium in Beijing lehrt.

Fr 19.01.2018, 19.30 Uhr

>> Gérard Pesson - Catch sonata (2016) 13’ - für Klarinette, Violoncello und präpariertes Klavier
>> Barblina Meierhans - In Serie 11 (2015/17) 10‘ - für Bassetthorn, Violoncello und Klavier
>> Mirela Ivičević - Čar (2016) 5’ - für Bassklarinette, Violoncello und Klavier
>> Martin Schüttler - low poly rose (2016) 13’ - für Klarinette/Bassklarinette, Violoncello, Klavier und Kleinlautsprecher
PAUSE
>> Isabel Mundry - Sounds, Archeologies 30‘ - für Bassetthorn/Klarinette, Violoncello und Klavier - Uraufführung – Auftragswerk des rbb
>> Trio Catch: - Boglárka Pecze, Klarinette/Bassklarinette/Bassetthorn - Eva Boesch, Violoncello - Sun-Young Nam, Klavier


Trio Catch

Das zweite Konzert des Klarinetten-Doubles kombiniert die Klarinette bzw. Bassklarinette mit dem Bassetthorn, das vor allem im späten 18. Jahrhundert eine kurze Blütezeit erlebte und auch von Mozart geschätzt wurde, dann jedoch in Vergessenheit geriet und erst wieder in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts spürbar zum Einsatz kam. In ihrem neuen Werk, einem Auftragswerk des rbb, erforscht Isabel Mundry die klanglichen Bereiche der Instrumentenkombination Klarinette – Bassetthorn. Dagegen beschränkt sich Barblina Meierhans in ihrer Skizze „In Serie 11“ auf das Bassetthorn, allerdings mit Bezug auf Beethovens Klarinettentrio op. 11 – ein „Versuch, den Filter meines subjektiven Hörens der historischen Klangmonumente in allen Kleinstpartikeln hörbar zu machen“. „low poly rose“ von Martin Schüttler wechselt dagegen wieder zwischen Klarinette und Bassklarinette – eine kritische Auseinandersetzung mit dem Begriff der „Sauberkeit“ – während sich Mirela Ivičević in „Čar“ ganz auf den dunklen Klang der Bassklarinette konzentriert. Die „klassische“ Klarinettentrio-Besetzung verwendet Gérard Pesson in seiner Catch Sonata, die der Komponist den Musikerinnen auf den Leib geschrieben hat.

Fr 19.01.2018, 22.00 Uhr

>> Jonathan Harvey - Ricercare una melodia (1984) 6’ - für Viola und Elektronik
>> Emmanuel Nunes - „La main noire“ für drei Violen (2007) 9‘
>> Marco Stroppa - Il peso di un pensiero (2015) 18’ - Riflessioni per viola sola
>>Pierre Boulez - Messagesquisse (2000) 8‘ - Version für Viola und Zuspielung
>> Christophe Desjardins, Viola

Drei Solo-Recitals ziehen einen roten Faden durch das Wochenende bei Ultraschall Berlin. Der französische Bratschist Christophe Desjardins macht den Anfang. Die vier Werke seines Konzerts, zwei davon mit Elektronik bzw. Zuspielung, zwei ›unplugged‹, umreißen ein breites Spektrum und bringen Musik mit Sprache, Literatur und Philosophie in Verbindung.
Auf die alte Form des ›Ricercare‹ greift Jonathan Harvey zurück und entwickelt mit elektronischen Mitteln einen fünfteiligen Kanon. Dem Gewicht eines Gedankens spürt der italienische Komponist Marco Stroppa in seinen ›Reflexionen‹ für Viola solo nach. In sechs Abschnitten, deren sechster seine Uraufführung erlebt, kreist er um philosophische Fragen.
Emmanuel Nunes‘
Improvisation II entstand als Vorstudie für ein geplantes Musiktheater zu Fjodor Dostojewskis Erzählung Die Sanfte. Die Bratsche ist Doppelgänger der Titelheldin, die unter ihrem sadistischen Mann leidet, »eine Improvisation über die verschiedenen Aspekte ihres Charakters, die sich in der spannungsvollen Beziehung zu ihrem Mann ganz unterschiedlich entwickeln« (Emmanuel Nunes). Messagesquisse von Pierre Boulez, komponiert als Geburtstagsgruß für Paul Sacher, ist eine Botschaft ohne Worte. Ursprünglich für Violoncello komponiert, lässt sich Boulez‘ Charakterisierung auch auf die Version für Viola und Zuspielung übertragen: »allein, ausschließlich / fähig, sich selbst zu reflektieren / fähig, sich wirklich zu vervielfachen«.
 



 EINTRITT 

Vorverkauf: 15 €, ermäßigt: 10 € Tageskarte am 19.01. = 35,- / 25,- €



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Ticket-Vorverkauf: Mo-Fr 16:00 Uhr - 19:00 Uhr
Vorverkaufspreise gelten bis 1 Tag vor der Veranstaltung. Am selben Tag gilt der Abendkassen-Preis.
Abendkasse ab 19:00 Uhr bis Vorstellungsbeginn

Tel 56 82 13 40 oder karten@heimathafen-neukoelln.de



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 TERMINE 

Donnerstag, 18.01.2018, 19:00 Uhr   
Donnerstag, 18.01.2018, 21:30 Uhr   
Freitag, 19.01.2018, 17:00 Uhr   
Freitag, 19.01.2018, 19:30 Uhr   
Freitag, 19.01.2018, 22:00 Uhr   




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