ULTRASCHALL 2019


Sa 19.01.2019, 15 Uhr - Boulanger Trio

Ein kammermusikalisches Doppelporträt. »Ich versuche hörend zu begreifen, was um mich herum passiert«, so Beat Furrer. Und das nicht nur in großformatigen Opern, sondern in der filigranen Welt der Kammermusik. Violine und Klavier finden in
Lied mit unterschiedlichen Tempi immer nur Annäherungen aneinander. In der für einen Klavierwettbewerb komponierten Studie wird extrem reduziertes Material so miteinander kombiniert, dass eine atemberaubende und hochvirtuose Komplexität erreicht wird. Retour an Dich erzeugt einen »Zustand der Schwerelosigkeit durch die Balance von Ähnlichem und Neuem«.
»Musik verschließt sich immer auf gewisse Weise, da sie eben erst im Kopf jedes Zuhörers selbst zusammengestellt werden muss«, sagt Olga Neuwirth. Und dies wird gerade in den Werken dieser Komponistin immer wieder neu erfahren, wenn in
QUASARE / PULSARE II eine Klaviersaite von einem e-Bow angeregt wird oder in incidendo/fluido der Klavierklang durch zugespielte Ondes Martenots erweitert wird. Und wenn Olga Neuwirth in Gedenken an den österreichischen Filmregisseur Michael Glawogger ein Stück mit dem Titel Weariness heals wounds schreibt, der sich auf das letzte gemeinsame Treffen vor dem Tod Glawoggers bezieht.

Im Radio:
Deutschlandfunk Kultur, Tonart Klassik, 28.01.2019, 1.05 Uhr
kulturradio vom rbb, Musik der Gegenwart, 06.03.2019, 21.04 Uhr

Beat Furrer
Retour an Dich (1986) 15‘
für Klaviertrio

Beat Furrer
Studie (2011) 10‘
für Klavier

Beat Furrer
Lied (1993) 7‘
für Violine und Klavier

Olga Neuwirth
incidendo/fluido (2000) 10‘
für Klavier und Zuspiel

Olga Neuwirth
Weariness heals wounds (2014) 7‘
für Violoncello solo

Olga Neuwirth
QUASARE / PULSARE II (1995/96/2017) 9‘
Fassung für Klaviertrio
Deutsche Erstaufführung


Boulanger Trio:
Karla Haltenwanger, Klavier
Birgit Erz, Violine
Ilona Kindt, Violoncello


(c)_Steven_Haberland

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Außerdem im Festivalprogramm

Sa 19.01.2019, 17 Uhr - Zafraan Ensemble

Die neue Musik lebt nicht zuletzt durch ihre Ensemblekultur – Formationen, deren Stammbesetzung von allen klassisch-romantischen Standardmustern abweicht. Und deren Mitglieder ebenso Ensemblespieler wie auch herausragende Solistinnen und Solisten sind. Drei Solowerke stehen zwei Ensemblestücken gegenüber. Dabei verwendet Martin Hiendl für sein neues Werk
Double Diaries das vollständige Ensemble. ›Solo‹ bedeutet hingegen in den solistisch besetzten Werken nicht unbedingt nur das alleinige Spiel auf einem Instrument. Die Macht der Gewohnheit ist für einen sprechenden Violinisten geschrieben. Das gleichnamige Gedicht von Hans Magnus Enzensberger beschäftigt sich mit den Paradoxien, aber auch mit der Gefahr des Gewohnten.


Im Radio:
Deutschlandfunk Kultur, Tonart Klassik, 28.01.2019, 1.05 Uhr
kulturradio vom rbb, Musik der Gegenwart, 13.03.2019, 21.04 Uhr



Ricardo Eizirik
obsessive compulsive music (2017/18) 14’
Fassung für Saxophon, Violoncello und expandiertes Klavier

Zeynep Gedizlioğlu
Breath for Mathilde (2011) 11‘
für Baritonsaxophon solo

Samir Odeh-Tamimi
Efráh (2018) 8‘
für Harfe solo

Elena Mendoza
Die Macht der Gewohnheit (2014) 11‘
für Violine solo

Martin Hiendl
Double Diaries (2018) 20‘
für Ensemble
Uraufführung – Auftragswerk des Zafraan Ensemble

Zafraan Ensemble:
Liam Mallett, Flöten
Miguel Pérez Iñesta, Klarinetten
Martin Posegaa, Saxophone
Anna Viechtl, Harfe
Daniel Eichholz, Schlagzeug
Clemens Hund-Göschel, Klavier
Emmanuelle Bernard, Violine/Viola
Josa Gerhard, Viola/Violine
Martin Smith, Violoncello
Beltane Ruiz Molina, Kontrabass


c_Peter_Gesierich

 EINTRITT 

Vorverkauf: 15,- €, ermäßigt: 10,- € | Kombiticket: 33,-



 KARTEN 

Tickets gibt es an unserer Tageskasse (Mo. - Fr. 10:00 - 17:00 Uhr), in unserem Onlineshop oder an allen bekannten Konzert- & Theaterkassen

Kombitickets für den 17.01. oder den 19.01. gibt es hier zu erwerben -- Tageskarten

Tel 56 82 13 40 oder karten@heimathafen-neukoelln.de




 TERMINE 

Samstag, 19.01.2019, 15:00 Uhr   




Ein Dankeschön

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